Chronik der Rettungsstation Neuharlingersiel

  • 1864 Gründung der Rettungsstation Neuharlingersiel, Vormann F. W. Meinerts, Francis-Rettungsboot von 25 Fuß Länge, Name des Bootes „Frauenlob“, Station gehört zum ostfriesischen Verein.
  • 1869 Bau des ersten Rettungsschuppens.
  • 1871 erster schriftlich belegter Einsatz der Neuharlingersieler Rettungsmänner.
  • 1873 Vormann Harm Jansen Steffens, weiterhin auch Einsätze unter Vormann Meinerts.
  • 1876 Das Rettungsboot erhielt Seitenschwerter zur Kursstabilisierung.
  • 1884 Strandung der „Verona", Rettung von insgesamt 20 Menschenleben durch die Neuharlingersieler und Langeooger Rettungsboote.
  • 1889 Neues Rettungsboot „Frauenlob II“, Deutsches Normalrettungsboot von 7,60 m Länge, Stifter des Bootes: Dr. Lippold.
  • 1891 Strandung der „Ocean King“, Rettung der Besatzung, anschließend Bergung der umfangreichen Ladung.
  • 1895 Strandung der „Saltburn“.
  • 1896 Strandung des Dampfers „Capella“, Rettung von 41 Menschenleben durch das Sieler und das Spiekerooger Rettungsboot.
  • 1902 Vormann Ulrich Steffens übernimmt den Posten des Vormanns, Strandung des Dampfers „German Empire“.
  • 1903 Fertigstellung des zweiten Rettungsschuppens mit Slipanlage, nördlich vom Haus Jacobs. Indienststellung von „Frauenlob III“, 8,50 m Länge.
  • 1908 Vom Dampfer „Grenadier“ retteten die Sieler und das Spiekerooger Rettungsboote 24 Seeleute, die Mannschaften erhielten eine Prämie aus der „Theodor-Lange-Stiftung“.
  • 1917 vergebliche Einsatzfahrt zum Holzfrachter „Heinrich Horn“, alle Besatzungsmitglieder des Frachters ertranken.
  • 1919 Rettung der Besatzung des Dampfloggers „Rabe“ aus Vegesack.
  • 1920 Strandung der Bark „Paul“, fünf verschiedene Rettungsboote vollbrachten eine der schwersten Einsatzfahrten in der Geschichte der DGzRS, Rettung von 6 Seeleuten.
  • 1920 Indienststellung von „Frauenlob IV“, da „Frauenlob III“ beim Einsatz der „Paul“ schwer beschädigt wurde.
  • 1926 Ulrich Steffens übergibt das Vormannsamt an seinen Sohn Georg.
  • 1927 „Frauenlob IV“ wird mit einem 15 PS Dieselmotor ausgerüstet.
  • 1930 Neuharlingersiel erhält das 10 m-Motorrettungsboot „Lotsenkommandeur Laarmann“.
  • 1933 Das neue Motorrettungsboot „Ulrich Steffens I“ wird in Neuharlingersiel in Dienst gestellt.
  • 1936 Bei den Seenotfällen „Niobe“ und „Baltrum II“ verletzt sich der Bootsmann Abken, später stirbt er an den Folgen der Verletzung.
  • 1938 Die Neuharlingersieler Rettungsmänner retten die Besatzung der Tjalk „Actief“ aus ärgster Eisnot. Auszeichnung der Retter durch die niederländische Königin.
  • 1940 bis 1944, Vormann Steffen Steffens führt das Motorrettungsboot „R. C. Kroogmann“ im englischen Kanal.
  • 1940 Das Borkumer Motorrettungsboot „Hindenburg II“ verunglückt bei einer Einsatzfahrt und bleibt spurlos verschollen.
  • 1942 „Ulrich Steffens I“ muss eine Werft aufsuchen. Die Sieler Retter erhalten das Motorrettungsboot „Carl Tiarks“.
  • 1944 Die Rettungsstation Neuharlingersiel bekommt das 13 m-Motorrettungsboot „Ulrich Steffens II“.
  • 1945 Das Rettungsboot „Ulrich Steffens II“ wird von einem Jagdbomber beschossen, niemand wird verletzt.
  • 1948 Stationierung des neuen 10 m-Mahagoni-Boot „Ulrich Steffens III“.
  • 1958 Unter der Federführung Karl Steffens` wird die Rettungsstation Wilhelmshaven wiedereröffnet, Karl Steffens ist Vormann der Station.
  • 1958 Heinrich (Hein) Steffens wird Vormann in Neuharlingersiel.
  • 1962 Im Rahmen der Hafenerneuerung Neuharlingersiels erhält die Rettungsstation ein neues Stationsgebäude.
  • 1964 Einhundert jähriges Bestehen der Station Neuharlingersiel.
  • 1967 Hinrich Klattenberg heuert als Maschinist auf dem Motorrettungsboot „Weser“ an.
  • 1972 Mehrere Neuharlingersieler Rettungsmänner sowie das zukünftige Seenotrettungsboot der Station fahren Regattabegleitung bei den Olympischen Spielen in der Kieler Bucht.
  • 1973 Neuharlingersiel bekommt das 12 m-Rettungsboot „Siegfried Boysen“, Hein Steffens wird festangestellter Vormann der Station.
  • 1976 Schwere Sturmflut an der Nordseeküste, Einsatz für das Fährschiff „Spiekeroog III“.
  • 1987 Hein Steffens stirbt einen viel zu frühen Tod, Eduard Steffens übernimmt den Posten des Vormanns, Wolfgang Gruben wird zweiter Vormann. Steffen Steffens betreut den Rettungsschuppen. Die Rettungsstation erhält den Namen „Heinrich Steffens Station“.
  • 1989 Indienststellung des Seenotkreuzers „Vormann Steffens“, Station Wilhelmshaven.
  • 1990 Dieter Steffens wird bei einem Einsatz außenbords geschleudert, kann jedoch gerettet werden.
  • 1993 Hinrich Klattenberg übernimmt nach dem Tod von Steffen (Peppi) Steffens das Museum im Rettungsschuppen.
  • 1995 Die Rettungsmänner Bernhard Gruben aus Neuharlingersiel und Theo Fischer aus Ditzum verunglücken während eines Einsatzes vor Borkum tödlich.
  • 1998 Wolfgang Gruben wird Vormann der Station Neuharlingersiel.
  • 2000 Die Station bekommt das neue 9,5 m-Rettungsboot „Neuharlingersiel“.
  • 2011 Das Rettungsboot liegt nun am Ponton gegenüber dem ehemaligen Fährhaus.
  • 2012 Vormann Wolfgang Gruben erhält das Bundesverdienstkreuz.